Sieben Absolventen feiern ihren erfolgreichen Abschluss
Jessica Dresch, Christian Fuchs, Christian Kreile, Domenik Rust, Alexander Schira, Susanna Süß und Nadine Vollert haben die anspruchsvolle zweijährige Qualifizierung erfolgreich gemeistert.
Bei der Abschlussfeier gratulierte ihnen Günter Scheuring, Leiter der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Sennfeld.
„Menschen stärken, ihre Fähigkeiten entwickeln und sie auf ihrem beruflichen Weg weiterbringen“, beschrieb Scheuring das Ziel des Fortbildungsangebots.
Auch Werner Kraus, stellvertretender Vorsitzender der Lebenshilfe Schweinfurt, und Vorstandsmitglied Ronald Müller würdigten die Leistungen der sieben Absolventen.
Neue Aufgaben in Produktion, Betreuung und Verwaltung
Mit ihrer zusätzlichen Qualifikation können die Beschäftigten künftig erweiterte Aufgaben innerhalb der Werkstatt übernehmen.
Dazu gehören Tätigkeiten in der Produktion, Betreuung oder Verwaltung. Gleichzeitig unterstützen und entlasten die ausgebildeten WfbM-Assistenten die jeweiligen Gruppenleitungen.
Entwickelt wurde das Fortbildungsprogramm von Andreas Roth, dem stellvertretenden Leiter der Werkstatt Sennfeld. Er hatte die erstmals 2017 angebotene Qualifizierung ins Leben gerufen und begleitete auch den aktuellen Lehrgang als Kursleiter.
„Wir geben unseren Mitarbeitenden mit diesem Angebot die Möglichkeit, sich beruflich zu qualifizieren, ihre Persönlichkeit zu stärken, und erleichtern ihnen den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt“, erklärte Roth.
Damit soll die Fortbildung nicht nur zusätzliche Aufgaben innerhalb der Einrichtung ermöglichen, sondern auch die beruflichen Perspektiven über die Werkstatt hinaus verbessern.
Zwei Jahre Fortbildung mit neun Prüfungsgesprächen
Die Qualifizierung zum WfbM-Assistenten stellt hohe Anforderungen an die Teilnehmer.
Über einen Zeitraum von zwei Jahren absolvieren sie berufsbegleitend insgesamt neun Lernmodule. Dabei werden sie von internen und externen Dozenten unterrichtet.
Zu den Unterrichtsinhalten gehören unter anderem Medienkompetenz, Datenschutz, Arbeitsorganisation, Gesundheitsschutz, Mathematik und Konfliktbewältigung.
Zusätzlich müssen die Teilnehmer neun Prüfungsgespräche erfolgreich bestehen.
Wer an der Fortbildung teilnehmen möchte, muss sich zunächst bewerben. Nach der Zulassung erhalten die Beschäftigten ein iPad sowie eine eigene E-Mail-Adresse. Damit können sie die Lerninhalte bearbeiten und sich untereinander austauschen.
„Wir wollten eine Qualifizierung schaffen, die durch ihre Anforderungen ein gewisses Niveau hat“, betonte Roth.
Lebenshilfe-Werkstatt Sennfeld beschäftigt rund 530 Menschen
Die Werkstatt in Sennfeld ist die größte der insgesamt sechs Werkstätten der Lebenshilfe Schweinfurt. Rund 530 Menschen mit und ohne Behinderung sind dort beschäftigt.
Als Lohnfertiger arbeitet die Einrichtung für namhafte Industrieunternehmen und übernimmt unter anderem Montage-, Verpackungs-, Zähl-, Maschinen- und Konfektionierungsarbeiten.
Darüber hinaus gehören Handwerksbetriebe und Privathaushalte zum Kundenkreis.
Eine eigene Schreinerei und Schlosserei ergänzen das Angebot. Hinzu kommt die Herstellung von Holzspielzeug und Wohnaccessoires aus eigener Produktion.
Die Werkstatt ist nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 zertifiziert.
Berufliche Entwicklung und persönliche Stärkung im Mittelpunkt
Mit der Fortbildung zum WfbM-Assistenten verfolgt die Lebenshilfe Schweinfurt das Ziel, Beschäftigten mit Behinderung zusätzliche Qualifikationen und Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Neben dem Erwerb fachlicher Kenntnisse stehen dabei auch Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und persönliche Weiterentwicklung im Mittelpunkt.
Für die sieben frisch ausgebildeten WfbM-Assistenten beginnt am 2. November 2026 ein neuer beruflicher Abschnitt. Dann können sie ihre erworbenen Kenntnisse erstmals in ihren neuen Tätigkeitsfeldern einsetzen.
