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Das 3. Quartal 2025 bewerteten die unterfränkischen Handwerksbetriebe auf ähnlichem Niveau wie in den vergangenen Quartalen. Das Vertrauen in die Politik, in eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ist noch nicht zurückgekehrt. Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken: „Unsere Handwerksbetriebe haben die Hand am Gasgriff, nur die Bremse löst sich noch nicht.“ Foto: Sascha Schneider

Handwerk fordert klare Signale von der Bundesregierung

Region -

Die Stimmung im unterfränkischen Handwerk bleibt weitgehend stabil – von Aufbruchstimmung jedoch keine Spur. Insgesamt bewerten 84,1 Prozent der Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage im 3. Quartal 2025 als gut oder befriedigend. Das sind lediglich 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Trotz kleiner Verbesserungen fehlt weiterhin der erhoffte politische Impuls zur Stärkung der Wirtschaft.

„Unsere Handwerksbetriebe haben die Hand am Gasgriff – nur die Bremse löst sich noch nicht“, beschreibt Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken, die aktuelle Situation. Nach den Neuwahlen der Bundesregierung waren die Erwartungen hoch: Der angekündigte 500-Milliarden-Euro-Plan zur Wirtschaftsbelebung galt als starkes Signal – doch die Umsetzung verläuft schleppend.

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Grafik der Handwerkskammer für Unterfranken zeigt: 84,1 Prozent der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage im dritten Quartal 2025 als gut oder befriedigend
Aktuelle Entwicklung des Geschäftsklimas im unterfränkischen Handwerk

Baugewerbe mit stabiler Lage, aber sinkenden Erwartungen

Besonders im Baugewerbe, dem stärksten Wirtschaftsbereich im unterfränkischen Handwerk, ist die Lage noch solide. 87,9 Prozent der Betriebe im Bau- und Ausbaugewerbe bewerten ihre Situation als gut oder befriedigend. Dennoch blickt etwa ein Fünftel (21 Prozent) der Unternehmen pessimistisch auf das 4. Quartal – ein Zeichen für schwindenden Optimismus in der Branche.

Regionale Unterschiede gleichen sich an

Auch regional betrachtet zeigt sich ein weitgehend einheitliches Bild:

  • Region Würzburg liegt mit 86,8 Prozent zufriedenen Betrieben weiterhin an der Spitze,

  • gefolgt von der Region Main-Rhön (83,3 Prozent) und

  • dem Bayerischen Untermain (82,4 Prozent).

„Der Dreiklang der Regionen bestätigt den Gesamtdurchschnitt: Die Betriebe warten auf den politischen Startschuss für die Wirtschaft“, so Ludwig Paul.

Blick ins 4. Quartal

Mit Blick auf die kommenden Monate erwarten 80,9 Prozent der Betriebe eine gleichbleibende oder bessere Geschäftslage – das sind jedoch 5,1 Prozentpunkte weniger als im Vorquartal.

Ludwig Paul fordert nun klare Rahmenbedingungen:
„Es muss jetzt gehandelt werden. Die kleinen und mittleren Betriebe müssen ins Zentrum der Wirtschaftspolitik gerückt werden – damit sie endlich den Gasgriff aufdrehen können.“

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